
interessieren, dann finden Sie Informationen dazu hier
Ein Großteil dessen, was wir als Überreizung, als „Störbarkeit“, als Angst und Unruhe erleben, hat seinen Ursprung in fehlenden Pausen, in fehlendem Ausgleich zur Aktivität.
Ich möchte Sie ermuntern, sich regelmäßig Zeit für sich zu nehmen und Pausen zu einem festen Bestandteil ihres Tages zu machen. Um die Umsetzung zu erleichtern, biete ich Ihnen eine praktische Hilfe: Mein Kollege Jürgen Stock hat nach dem Konzept von Ernest L. Rossi eine etwa 20-minütige Entspannungsübung aufgenommen. Sie können die Datei im Format als mp3 in zwei verschiedenen Versionen herunterladen und nutzen. Zusätzlich gibt es ein schön gestaltetes Booklet zur 20 Minutenpause mit Erläuterungen.
Das Ergebnis ist eine wunderschöne und sehr persönliche Einführung in die Gestalttherapie und in das Paradoxon der Veränderung.
Die Radiosendung können Sie im Format mp3 herunterladen. Die einzelnen Tracks müssen nach dem Herunterladen noch entpackt werden (ZIP).
Das Thema: Unerledigtes, Offenes, Aufgeschobenes und wie uns all diese „offenen Gestalten“ Lebensenergie kosten. Die Idee dabei: Alles, was ich beschließe zu tun, ist eine Verabredung mit mir selbst. Diese Verabredung ist „offen“, weil sie auf ihre Erledigung wartet. Das kann ein Brief sein, den ich schreiben will, das Gartentor, das ich reparieren will, aber auch das aufgeschobene Danke gegenüber einem Menschen, der mir im Leben viel gegeben hat. Solange ich die Aufgabe weder erledige noch bewusst aufgebe (weil ich mich neu entscheide) bindet sie Energie und Aufmerksamkeit. Eine Aufgabe schließen, heißt Energie für Neues zu gewinnen.
Diese Sendung ist eine sehr lebendige, informative und praktische Reise durch das Land der offenen Gestalten. Die Radiosendung können Sie im Format mp3 herunterladen.
Gleichwohl wurde er zu einem der Vordenker der Gestalttherapie. Das Buch ist eines der schönsten, das ich je gelesen habe. Eine persönliche Empfehlung für alle Menschen, die auf dem Weg sind, sich selbst besser anzunehmen.
Wozu brauche ich Flügel – Arnold L. Beisser
Hier ein Auszug aus dem Buch:
„In meiner Kindheit habe ich gelernt, ich solle 'etwas aus mir machen' und mir meinen Platz in der Welt schaffen. Es galt als eine Sache des Willens und der Anstrengung, die notwendigen Veränderungen zu vollziehen, um etwas zu 'werden' und einen Platz zu finden. Ich lernte, dass dieses Ziel erreichbar sei, wenn ich nur bereit wäre zu arbeiten, zu planen, mich anzustrengen und zu kämpfen.
Die Implikationen waren klar: Ich war von Anfang an 'nicht genug'. Es gab keinen Platz auf dieser Welt für mich, ohne dass ich ihn mir erarbeitete. Ordnung muss geschaffen werden. Ich musste mich ändern, diszipliniert sein und mich bemühen. Die Welt musste geändert werden, damit sie einen besseren Lebensraum darstellte. Selbstvervollkommnung war gefragt, und die Welt musste zivilisiert werden. Willentliche, erzwungene Veränderung stellte die einzige Art von Veränderung dar, die ich kennenlernte.
Meine Behinderung hat mich gelehrt, dass es auch eine andere Form von Veränderung gibt. Nur mit Widerstreben und aufgrund von Fehlschlägen habe ich sie entdeckt. Ich sah mich einer Situation gegenüber, die durch keinen Aufwand an Arbeit, Anstrengung, Planung oder Mühe zu bewältigen war. An allen Fronten vernichtend geschlagen, musste ich lernen, aufzugeben und anzunehmen, wie ich geworden war und nicht hatte sein wollen. Aus meiner Aufgabe und der Annahme dessen, was ich mir nicht ausgesucht hatte, erwuchs das Wissen um eine neue Art von Veränderung und eine neue Lebensweise, das ich nicht erwartet hatte. Es war eine paradoxe Veränderung.
Als ich aufhörte, zu kämpfen und an einer Änderung zu arbeiten, als ich Wege fand, anzunehmen, wie ich bereits geworden war, entdeckte ich, dass ich mich gerade dadurch veränderte. Anstatt mich behindert oder unzulänglich zu fühlen, wie ich befürchtet hatte, fühlte ich mich wieder ganz. Ich erlebte ein Wohlbefinden und eine Fülle, die ich zuvor nicht gekannt hatte. Ich fühlte mich nicht nur eins mit mir selbst, sondern auch mit dem Universum.
Es war keine Veränderung, die von Kampf, Arbeit und Mühe geprägt war, sondern eher die Entdeckung, wie es möglich ist, nicht zu kämpfen, nachzugeben, einen Schritt beiseitezutreten und die Wahrheit deutlich werden zu lassen. Es war keineswegs die tragische Wahrheit, die ich erwartet hatte.“
(Arnold Beisser: Wozu brauche ich Flügel? Peter Hammer, Verlag 114-115)
Wie viele andere Vertreter dieser humanistischen Therapieform hat er auch immer wieder versucht, Klienten und interessierten Laien die zentralen Fundamente und Vorgehensweise der Gestalttherapie zu verdeutlichen.
Sehr schön zu lesen und deshalb absolut empfehlenswert sind ein Artikel aus dem Jahr 1999 und ein Buch aus dem Jahr 2008:
Es geht um Ermutigung und um das Encouraging-Training des Autors.
Ein sehr, sehr gutes Buch, lebensnah, praktisch, sehr fundiert – und: ermutigend. Und es bietet auch schöne Hinweise zu den Grundlagen der Individualpsychologie nach Alfred Adler. Noch schöner als das Buch ist allerdings die dazugehörende CD mit einem Vortrag des Autors zum Thema. Sehr zu empfehlen!
Manches langatmig, manches blutleer, vieles intellektuell, vieles langweilig. Ganz anders dagegen das Buch von Andreas und Stephan Lebert „Anleitung zum Männlichsein“. Das Überraschendste dabei ist, dass diese Anleitung zu einem furiosen Ritt durch das Thema Männer und Männlichkeit gerät. Es ist eine offene und schonungslose Abrechnung mit uns Männern und gleichzeitig ein Lobgesang auf Männlichkeit. Wie wohltuend, dass das Buch nicht von Psychologen geschrieben ist, sondern von zwei Journalisten. Das Buch empfehle ich gerade Männern, die versuchen, die besseren Frauen zu sein und ich empfehle es allen Führungskräften.
Auch hier: Das Buch ist sehr gut, das Hörbuch (gelesen vom Schauspieler Peter Lohmeyer) grandios!
Mit anderen Worten: bin ich krank, weil ich falsch denke, falsch esse, falsch lebe, mich zu wenig freue, zu wenig glücklich bin? Ein Artikel von Dr. Frank-M. Staemmler klärt nach meinem Verständnis sehr gut die Grenze zwischen den beiden Polen „alle Krankheiten sind psychisch“ und „um Krankheiten braucht man sich nicht groß zu kümmern“.
Der Artikel ist sehr zu empfehlen!
Wie wäre es, unsere inneren Dämonen mit Licht und Liebe zu füttern?
Der Grundgedanke ist nicht neu, aber selten habe ich ihn so klar, so strukturiert und so tief in Spiritualität verwurzelt gefunden wie in dem Buch der ehemaligen tibetischen Nonne Tsültrim Allione. Sie beschreibt eine spirituelle Übung, die auf der uralten Tradition des Chöd fußt, mit der jeder von uns in 5 Schritten seinen inneren Dämonen begegnen, sie füttern und damit verwandeln kann. Tsültrim Allione versteht unter Dämonen alles, was uns innere Energie raubt, alles, was uns treibt, uns quält, uns keine Ruhe lässt, aber auch alles, was wir (zu sehr) begehren, was wir nicht loslassen können.
Was mich an der Übung des Nährens von Dämonen zutiefst berührt, ist, dass ich mir damit selber Liebe schenke und für mich sorge. Weil alle diese Dämonen in mir sind (statt draußen in der Welt), bin ich es, der Liebe gibt und ich bin es, der Liebe empfängt.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, dem sei auch ein Workshop mit der Würzburger Therapeutin Dr. Barbara Staemmler empfohlen.
Der 18-jährige Harold wohnt mit seiner Mutter auf einem Landsitz, umgeben von Geld, Wohlstand und Etikette. Immer wieder inszeniert er seinen Selbstmord, um seine Mutter zu schockieren, bis er die 79-jährige Maude kennenlernt, die ihm zeigt, wie kostbar Leben ist.
Wenn Sie den Film bereits kennen: Schauen Sie sich noch einmal die Szene am Ende des Films an, bei der die beiden Hauptdarsteller den Geburtstag von Maude feiern, die Szene, in der Maude Harold auffordert zu leben: „Es gibt viele Menschen, denen es Freude macht, tot zu sein, aber sie sind gar nicht wirklich tot, sie drücken sich bloß – vor dem Leben. Pack zu, nutze die Gelegenheit! Riskiere sogar, dass es vielleicht schmerzt, aber spiele mit, so gut Du kannst. Rann, Männer, ran! Gib mir ein L, gib mir E, gib mir ein B, gib mir ein E! L-E-B-E, lebe! Sonst hast Du nach dem Spiel in der Umkleidekabine doch nichts zu erzählen.“
Ein betörend schöner Film von Karl-Heinz Heilig über einen Mann, der sich im Laufe seines Lebens einen Garten an einem Felshang anlegt. Die Kamera begleitet Walter Bartlomé, den Gärtner, ein ganzes Jahr lang und erzählt dabei über Lebensträume, über Lebensziele, über langen Atem, über die Kunst warten zu können, über Zufriedenheit, über das Altwerden.
Ein Geschenk für alle, die sich neu orientieren, die Zufriedenheit suchen, die sich nach Weite im Alltag sehnen.